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Chronik der Schule
Aus der Chronik der Beruflichen Schule Laupheim ab 1910

Die Anfänge der Kilian-von-Steiner-Schule

Die Kilian-von-Steiner-Schule Laupheim kann als Nachfolgerin der Laupheimer Industrieschule für Mädchen und der Sonntagsgewerbeschule, die 1838 bzw. 1839 gegründet worden sind, gelten.

Im Jahre 1910 wurde die "Gewerbeschule Laupheim" ins Leben gerufen und in dem "Neuen Schulhaus" in der Rabenstraße, heutige Wielandschule, untergebracht.

Am 20. November 1911 wurde Erhard Reger (*1886,+1966), Gewerbelehrer, zum Hilfslehrer an der Gewerbeschule Laupheim bestellt und erhielt den Auftrag, das gewerbliche Schulwesen im Oberamtbezirk Laupheim neu zu organisieren. Am 1. Mai 1913 erfolgte seine ständige Anstellung in Laupheim und er wurde am 1. Juli 1913 zum ersten Schulvorstand der Gewerbeschule ernannt. In unermüdlicher Arbeit gelang es Reger, das Gewerbeschulwesen in Laupheim voranzubringen, und es wurde eine Handelsabteilung angegliedert.

Große Mühe und Arbeit verwandte er darauf, jahrelang für die vielverzweigten Fachabteilungen die notwendigen Lehr- und Anschauungsmittel zu beschaffen. Der Öffentlichkeit konnte in zahlreichen Ausstellungen Einblick in das neue Gewerbeschulwesen gegeben werden. Anfangs hatte er in 3 Klassen 76 Schüler zu unterrichten. 1923 wurde Reger zum Gewerbeschulrat ernannt und gleichzeitig Aufsichtslehrer über die Gewerbeschulen in Dietenheim und Ochsenhausen. Im Jahre 1927 unterrichteten jetzt außer ihm in Laupheim noch ein Gewerbe- und ein Handelslehrer insgesamt 321 Schüler (Jahrbuch des Deutschen Vereins für Berufsschulwesen 1927/28, Leipzig).

Ab 1929 (bis 1961) war Dr. Georg Schenk in Laupheim als Handelslehrer tätig, überwiegend in der Handelsabteilung. Im Jahre 1929 wurden in der Gewerbeabteilung 107 Schüler neu aufgenommen. Es handelte sich hierbei um Schüler aus insgesamt 23 verschiedenen Berufen. Den Unterricht erteilten in 12 verschiedenen Fächern in 4 Klassen die Herren Reger, Eisele und Groß. In der Handelsabteilung war nun auch Diplomhandelslehrer Adalbert Hebeisen als Handelshilfslehrer tätig.

Um den gewerblichen Nachwuchs aus dem Illertal zu erfassen, gründete man unter Reger 1930 den Gewerbeschulverband Dietenheim. Am 1. April 1934 gelang es dann Reger nach jahrelangen Bemühungen, die Gründung des Gewerbeschulverbands Laupheim zu erreichen. Laupheim wurde damit Mittelpunkt der gewerblichen Ausbildung für 21 Gemeinden. (Die wttbg. Berufsschulen, 1934, ihre Bedeutung für unser Volk, Esslingen).

Seit 1938 führt die Schule den Namen "Gewerbliche und Kaufmänische Berufsschule Laupheim". Am 1. Dezember 1938 betrug die Schülerzahl 373 Schüler, die in 14 Klassen von 4 Lehrern unterrichtet wurden.

Auch unsere Berufsschule hatte unter dem 2. Weltkrieg stark zu leiden. Dr. Schenk war es zu verdanken, dass der Schule Lehrmaterial und Schreibmaschinen erhalten blieben.

Das Schuljahr 1945 endete am 12. April 1945 mit folgendem Eintrag ins Tagebuch: "Bis 3.15 Uhr kein Schüler mehr gekommen; der Unterricht wird aufgehoben und die Klasse als entlassen angenommen. Die meisten Schüler sind auch zum RAD und der Wehrmacht eingezogen. gez.: Girmond"

November 1946 war der Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg; Dr. Schenk als Handelsschulrat und 2 Hilfslehrer aus Ehingen standen zur Verfügung. 15 Klassen mit 323 Schülern waren zu unterrichten. Der Unterricht fand damals im früheren Oberamtsgebäude statt, da die französische Besatzungsmacht das "Neue Schulhaus" beanspruchte.

Erhard Reger wird 1946 pensioniert. Er ist noch heute allen ehemaligen Schülern in guter Erinnerung, besonders durch seinen liebevollen Spitznamen "Bellele" (von: "da ghört a Bellele nauf" gemeint ist der i-Punkt).

Im Oktober 1948 übernahm der Gewerbelehrer Walter Bauer (*1905,+1973) die Schulleitung. Die Schülerzahlen entwickelten sich weiter: 1949 = 402 Schüler, 1951 = 520 Schüler. 1956 verfügte die Schule über 5 hauptamtliche und 2 nebenamtliche Lehrer, die überwiegend kaufmännische Berufe und die Metallberufe unterrichteten.

1961 erhielt die Kfm. Abteilung, nach der Pensionierung von Oberstudienrat Dr. Schenk eine zweite hauptamtliche Lehrkraft, Herrn Eugen Heinzelmann.

Die Zahl der Lehrlinge im gewerblichen Bereich nahm jetzt ab, von 1955 = 415 Schüler auf 228 Schüler im Jahre 1966. Im kaufmännischen Bereich war dagegen ein starker Zuwachs zu verzeichnen: 1946 = 62 Schüler, 1966 = 184 Schüler. Der Rückgang war nicht nur durch geburtenschwache Jahrgänge verursacht worden, sondern auch durch die verstärkte Bildung von auswärtigen Fachklassen.

Der Vorsitzende des Gewerbeschulverbandes Laupheim war zu dieser Zeit Bürgermeister Schick, der Schulleiter Studiendirektor Bauer. Im Jahr 1967 gab es erste Überlegungen des Gewerbeschulverbandes, in absehbarer Zeit ein Berufsschulzentrum Laupheim in neuen Gebäuden zu errichten und weitere Schularten anzugliedern.

 

Planungen aus dem Jahr 1968, im Zuge der Neuordnung des beruflichen Schulwesens den Schulstandort Laupheim aufzugeben, wurden nach gemeinsamen Anstrengungen der Stadt Laupheim, der Schule und des Landkreises Biberach verhindert. Der Landkreis Biberach hatte zum 1 Januar 1970 die Trägerschaft für die Berufsschule Laupheim übernommen.

Der bisherige Schulleiter, Studiendirektor Bauer, trat im Juli 1970 in den Ruhestand. Dr. Hans-Robert Gnass wurde sein Nachfolger und übernahm die Schulleitung zum 1. Mai 1971.

Die Neuordnung des beruflichen Schulwesens

Planungen aus dem Jahr 1968, im Zuge der Neuordnung des beruflichen Schulwesens den Schulstandort Laupheim aufzugeben, wurden nach gemeinsamen Anstrengungen der Stadt Laupheim, der Schule und des Landkreises Biberach verhindert. Der Landkreis Biberach hatte zum 1. Januar 1970 die Trägerschaft für die Berufschule Laupheim übernommen.

 

Bei der Erörterung der Planung des Schulentwicklungsplanes II für das berufliche Schulwesen im November 1971 wurde der Standort Laupheim endgültig bestätigt. Mit den von der Stadt Laupheim übernommenen Gebäuden und Einrichtungen konnten allerdings die Zielvorstellungen des Schulentwicklungsplanes II und die Anforderungen an eine moderne berufliche schulische Ausbildung nicht erfüllt werden. Der Kreistag hatte sich deshalb bereits im Februar 1972, also schon kurze Zeit nach Übernahme der Schulträgerschaft, für ein neues Schulgebäude, ein Berufsschulzentrum mit allen Schularten unter einem Dach, entschieden.


Im Schuljahr 1970/71 wurde eine zweijährige Wirtschaftsschule noch in angemieteten Räumen des Gymnasiums eingerichtet. Zu Beginn des Schuljahres 1974/75 konnte die Berufsfachschule Metall eröffnet werden. Der fachpraktische Unterricht fand in einem Pavillon hinter der Wielandschule statt, der nur als Provisorium eingerichtet wurde, da bereits ein Schulneubau mit 1.932 m² in Planung war.  Die auch inzwischen angegliederte Hauswirtschaftliche Berufsschule hatte ihren Standort in der ehemaligen Landwirtschaftsschule. Die Berufliche Schule war in vier verschiedenen Gebäuden angesiedelt, was großen organisatorischen Aufwand für den Ablauf eines geordneten Unterrichts verlangte. Der Lehrkräftemangel konnte teilweise durch die Zuteilung von zwei Werkstattlehrern und zwei Lehramtsanwärtern gemildert werden.

 

Der Kreistag entschied sich im März 1974 für den Neubau im Gebiet „Obere Wiesen“ und stimmte dem Raumprogramm mit einer Schulfläche von 3.166 m² im Mai 1974 zu. Im Mai 1976 genehmigte er den Bau nach einem Entwurf von Architekt Dipl.-Ing. Kley, Rißegg.

 

Am 1. Juli 1976 konnte der erste Spatenstich für den Neubau getan werden, und am 10. März 1978 wurde die Laupheimer Berufsschule eingeweiht. Die Möglichkeit, den Jugendlichen ein erweitertes und differenziertes Angebot zu machen, wurde durch die Errichtung dreier Berufsfachschulen und zweier Berufskollegs genutzt. Anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Stadt Laupheim wurde 1978  ein von Prof. Henselmann gestalteter Brunnen vor der Berufsschule eingeweiht. Ein bekannter Moderator des Süddeutschen Rundfunks berichtete über die Schule als einem „Kleinod im Grünen“. Die neue Schule wurde schnell Anziehungspunkt für viele Besucher.

 

Seit Bezug des Neubaus verfügte das Berufsschulzentrum Laupheim auch über eine 1jährige Hauswirtschaftliche Berufsfachschule. Zum Schuljahr 1980/81 wurde das Kaufmännische Berufskolleg I (Höhere Handelsschule) mit dem Profil „Wirtschaft und Verwaltung“ eingerichtet.
Im Jahre 1981 wurde ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) eingerichtet, das deutschen und ausländischen Jugendlichen eine Berufsfindung erleichtern soll. Auch für die Verschönerung der Stadt Laupheim war die Schule aktiv (Restaurierung des Marktbrunnens).

 

Ab dem Schuljahr 1985/86 ist es möglich, am Berufsschulzentrum Laupheim ein 2-jähriges Berufskolleg für chemisch-technische Assistenten zu besuchen. Das zweijährige Berufskolleg für chemisch-technische Assistenten ist bereits weit über den Landkreis Biberach hinaus zu einem Begriff geworden. Für notwendige Umbauten und Einrichtungen hat der Landkreis Biberach beträchtliche Mittel aufgebracht.

 

Seit dem Schuljahr 1992/93 besteht  die Möglichkeit, im 2-jährigen Berufskolleg für umweltschutz-technische Assistenten, ebenso  wie bei den chemisch-technischen Assistenen, zusätzlich zur Berufsqualifizierung zum staatlich geprüften Assistenten die Fachhochschulreife zu erwerben

 

Wie die Statistik belegt, gestaltete sich die Schulentwicklung bis 1996/97 aufgrund zurückgehender Schülerzahlen schwierig. Erfreulicherweise konnte mit dem Landkreis Biberach die Verstärkung der Schule im Vollzeitbereich auf den Weg gebracht werden. 1992/93 wurde der umweltschutz-technische Assistent, heute ein stabiles, zweijähriges Berufskolleg, eingerichtet. 1995 gründete die Kilian-von-Steiner-Schule mit der Pálfy János Müszeripari és Vergyipari Szakközépiskola aus Szolnok/Ungarn eine Schulpartnerschaft. Im Schuljahr 1997/98 kam ein Berufsvorbereitungsjahr der Regelform hinzu, das heute mit einer gewerblichen und zwei kaufmännischen Klassen bereits dreizügig ist. 1998 weihte der Landkreis für die 1-jährige Berufsfachschule Metall den Anbau einer neuen Kfz-Werkstatt ein. Im Jahr 2002 wurde eine Kooperationsklasse Förderschule eingerichtet.  Seit 2002 bestimmt ein Leitungsteam die Geschicke der Kilian-von-Steiner-Schule.  Der Landkreis Biberach stellt das hochmotivierte Verwaltungspersonal und eine sehr gute Schulausstattung zur Verfügung.

Die Kilian-von-Steiner-Schule heute

Im Schuljahr 2013/2014 besuchen 589 Schülerinnen und Schüler (SuS), davon 356 im gewerblichen und 233 im kaufmännischen Bereich, die Kilian-von-Steiner-Schule. Dem gewerblichen Bereich sind die beiden Berufsfelder Metalltechnik und Chemie/Physik/Biologie zuzuordnen. Das Technische Gymnasium für Technik und Management mit 67 SuS, das auslaufende Technische Gymnasium Umwelttechnik mit 22 SuS und das im vergangenen Schuljahr eingerichtete Naturwissenschaftlich Technische Gymnasium plus UTA mit 29 SuS habern die Attraktivität der KvS-Schule wesentlich gesteigert. Die berufliche Schule Laupheim hat insgesamt 31 Klassen.

Folgende Schularten können besucht werden:

 - Kooperatives Berufsvorbereitungsjahr

 - Gewerbliches Berufsvorbereitungsjahr

 - Gewerbliche Berufsschule
 - Einjährige Berufsfachschule für Fertigungstechnik

 - Einjährige Berufsfachschule für Kraftfahrzeugtechnik

 - Kaufmännische Berufsschule

 - Kaufmännisches Berufseinstiegsjahr
 - Zweijährige kaufmännische Berufsfachschule (Wirtschaftsschule)
 - Kaufmännisches Berufskolleg. Profil: Wirtschaft und Datenverarbeitung

 - Zweijähriges Berufskolleg für chemisch-technische Assistenten mit Fachhochschulreife

 - TG Technik und Management

 - TG Umweltschutztechnik

 - TG Naturwissenschaften + UTA

Das Lehrerkollegium, Teilzeitbeschäftigte voll gerechnet, besteht aus 44 Lehrerinnen und Lehrern.

Berufsschule Laupheim BSZ Laupheim

Weitere Infos gibt`s im Sekretariat bei Frau Beth:
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Kontakt zur Kilian-von-Steiner Schule Laupheim Tel. 07392  9654-0
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