Die Neuordnung der Berufsfachschulen wurde unter anderem mit folgenden Zielen umgesetzt:
- Vereinheitlichung der Berufsfachschule
- Stärkung des Erziehungs- und Bildungsauftrags
- Erhöhung der Chancen der Schülerinnen und Schüler bei der Ausbildungsplatzsuche
- Anpassung der Fähigkeiten und Fertigkeiten an die Anforderungen der Wirtschaft
- Verbesserung der Chancen zum Besuch weiterführenden Schulen
Der neuen Lehrplan im Bereich berufsfachliche Kompetenz beschreibt wesentliche Ziele der methodisch-didaktischen Neuordnung:
Die Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen vermittelt den Schülerinnen und Schülern handlungsorientiert eine kaufmännische Grundbildung. Damit erhalten sie einen Einblick in die grundlegenden kaufmännischen Tätigkeiten und sind in der Lage, einfache ökonomische Entscheidungsprobleme sinnvoll zu lösen.
Die Schülerinnen und Schüler werden in der Wirtschaftsschule mit den Anforderungen für eine kaufmännische Tätigkeit vertraut gemacht. Durch Projekt- und Gruppenarbeit werden erfolgreiches Lernen und Arbeiten in der Gemeinschaft und positive soziale Verhaltensweisen eingeübt und gestärkt.
Mit Hilfe von Simulation und Planspielen wird bei den Schülerinnen und Schülern Verständnis für unternehmerische Entscheidungsprozesse sowie für die Notwendigkeit und die Funktionen des Rechnungswesens geweckt.
Auf der Basis der didaktisch reduzierten Geschäftsprozesse Verkauf und Einkauf wird ein großer Teil der betriebswirtschaftlichen Inhalte aufbereitet. Die Geschäftprozesse als Leitfaden ermöglichen den Schülerinnen und Schülern eine ganzheitliche Sicht unternehmerischer Kerntätigkeiten. In dieser ganzheitlichen Sicht ist das Rechnungswesen mit den betriebswirtschaftlichen Inhalten untrennbar verbunden. Die praxisgerechte Abbildung der betrieblichen Kernprozesse erfordert den Einsatz integrierter Unternehmenssoftware (IUS) im Unterricht.